Nizza 19.05.2018

Nizza 19.05.2018

Wir machten uns am Samstag, morgens gegen 7:45 Uhr, auf den Weg zur Bushaltestelle (Linie 55) von Saint Jeannet, um dann in St. Laurent du Var die Regionalbahn nach Nizza zu nehmen. Der Bus kam pünktlich und überaschte uns mit extrem günstigen Tickets. Pro Person und Fahrt, wobei es egal ist, ob nur eine Station oder alle 36, kostet ein Ticket der ligne d’Azur lediglich 1,50€. Ein Tagesticket mit beliebig vielen Fahrten 5€. Die Fahrt, über die engen Strassen der Französischen Seealpen, bot nach jeder Kehre neue, atemberaubende Ausblicke. Vor lauter Staunen vergassen wir doch tatsächlich Fotos zu machen. Ihr müsst euch das einfach vorstellen.

Nach ca. einer halben Stunde Fahrt am Gare St. Laurent du Var angekommen, wollten wir uns gleich Tickets für die Bahn besorgen. Am Schalter erfuhren wir jedoch vom Bahnstreik in Frankreich. Der nächste Zug sollte erst in 2 Stunden fahren. Na danke auch. Die Frage nach einem Bus verneinte die Dame am Schalter. Also kauften wir uns die Bahntickets und tranken erstmal einen Cafe. Wir überlegten ob wir die 10 Kilometer nach Nizza nicht einfach zu Fuss gehen sollten. Das würde auch nur 2 Stunden dauern und wir würden sicherlich mehr sehen als in der Bahn. Also zogen wir los.

Nach nur rund 300 Metern Fussweg sahen wir einen Bus auf uns zukommen. Auf dessen Anzeigetafel stand in Leuchtschrift: Nice. Die Haltestelle lag nur rund 150 Meter von uns entfernt. Ein kurzer Sprint und wir erreichten den Bus (Linie 400) gerade noch.

Wir zahlten also wieder die 1,50€ pro Nase und waren auf dem Weg nach Nizza.

Als wir etwa die Hälfte der Strandpromenade mit dem Bus passiert hatten, entschieden wir uns auszusteigen und den Rest zu laufen.

Die Strandpromenade von Nizza ist etwa 7 Kilometer lang. Der Kiesstrand ist sehr sauber und nahezu durchgehend auch öffentlich. Alle 100 Meter steht eine Süsswasserdusche bereit. Auf der Promenade tummeln sich in der Hauptsaison wohl jede Menge Spaziergänger, Radfahrer, Jogger und jede Menge Menschen, die gesehen werden wollen. Jetzt war es noch angenehm ruhig.

Langsam nähern wir uns dem Stadtzentrum. Die Gebäude werden prunkvoller. Speziell die ganzen Nobelherbergen sehen sehr schön aus

Schliesslich erreichen wir die Innenstadt von Nizza. Sie ist geprägt von Boutiquen, Restaurants, Parks und Grünanlagen. Wirklich sehr schön und sicherlich ein langes Wochende wert

Patricia, die Cheffin des Campingplatzes, gab uns die Empfehlung, unbedingt hoch zum Parc du Chateau zu gehen. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Blumenmarkt vorbei. Hier wurde ebenfalls eine Szene des Films „Über den Dächern von Nizza“ gedreht. Sehr farbenfroh und ein toller Duft liegt in der Luft

Rund um den Markt befinden sich unzählige Restaurants die allerdings allesamt nach Touristennepp aussehen. Eine ordinäre Pizza Margharite kostet dort ganz schnell 15-18€.

Wir lassen den Markt hinter uns und gehen weiter in Richtung Colline du Chateau. Diesen kann man entweder zu Fuss oder mit dem Aufzug erklimmen. Wir entscheiden uns für die erste Variante und wurden mit einem sagenhaften Ausblick belohnt

Auf dem Aussichtspunkt spielt ein Strassenmusikant zufällig einen tanzbaren West Coast Swing. Wir konnten einfach nicht anders und fingen spontan an zu tanzen. Fühlte sich einfach toll an. Etwas peinlich war uns der Applaus hinterher und der Strassenmusiker, der unser Trinkgeld nicht nehmen wollte und sich bei uns bedankte. Eine ganz tolle Erinnerung an diesen Tag.

Wir gingen dann weiter nach oben um zum eigentlichen Parc du Chateau zu gelangen. Dieser wird von den Bewohnern Nizzas an den Wochenenden gerne für ein Familienpicknick besucht. So war hier oben alles voller leben. Kinder rannten spielend durch den Park, an einer anderen Stelle machte eine Gruppe Yoga, wieder andere hatten ihre Picknikdecken ausgebreitet. Wundervolle Stimmung hier oben.

Einen künslichen Wasserfall gab es ebenfalls zu bestaunen.

Wir liefen nun schon seit etlichen Stunden durch Nizza und machten uns langsam auf den Rückweg. Wir entschieden uns, die Uferpromenade diesmal auf der zur Stadt hin liegenden Strassenseite zurück zu laufen und als wir keine Lust mehr hatten zu laufen, nahmen wir wieder den Bus.

So kamen wir dann wieder über St. Laurent du Var nach Saint Jeannet.

Nizza ist wirklich sehr schön. Allerdings stellten wir hier fest dass wir unsere Eissucht in Frankreich wohl unter Kontrolle bringen müssen. Das ist hier wirklich unverschämt teuer. Dennoch kommen wir bestimmt wieder.

4 Gedanken zu „Nizza 19.05.2018

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