Dune du Pyla 14.-18.06.2018

Dune du Pyla 14.-18.06.2018

Nachdem wir uns von Bordeaux verabschiedet haben, befanden wir uns nun auf dem Weg zur Dune du Pyla. Sie befindet sich an der Atlantikküste bei Arcachon und ist Europas grösste Wanderdüne. Sie ist ca. 110 m hoch, 500 m breit und etwa 2,7 km lang und wurde in den 70ern zum Naturschutzgebiet erklärt. Das mussten wir uns natürlich unbedingt ansehen.

Es gibt reichlich Campingplätze rund um die Düne. Wir entschieden uns für den Yelloh Camping „Le Panorama du Pyla“ ganz am Ende der Düne. Hierfür gab es zwei Gründe: 1. sind wir dem Yelloh-Club beigetreten in St. Emilion, da wir hier gute Erfahrungen gemacht haben, was die Organisation und Sauberkeit angeht 2. lt. Ansicht im Internet sollte dieser Platz der sein, welcher direkten Meerzugang hat.

Auf dem Hinweg haben wir dann unseren Kühlschrank, in einem der grossen Einkaufszentren entlang der Strecke, aufgefüllt, da es zwar am Campingplatz häufig einen Minimarkt und auch Restaurants gibt, diese aber meist überteuert und die nächsten Einkaufsmöglichkeiten oftmals nicht zu Fuss erreichbar sind.

Als wir dann ankamen, wurde wir auch gleich für unsere Entscheidung belohnt. Wieder sehr nettes Personal, alles ganz unkompliziert, grosser, sauberer Platz mitten im Wald, mit Pool, kleinem Fitnessraum und anderen kleinen Annehmlichkeiten. Wir sollten uns unseren Platz einfach aussuchen und draufstellen, an den Plätzen würden wir Schilder mit den jeweiligen Zeiträumen der Reservierungen finden, alles ganz easy. Also dann los, es geht steil bergauf und wieder ab und siehe da, wir sehen das Meer. Was für ein unglaublicher Ausblick.

Das Wetter war traumhaft, LJ schnell abstellen und los geht’s in Richtung Düne. Wir können es kaum in Worte fassen, wie beeindruckt wir sind. Der Sand ist super fein und warm, ohne sich die Füsse zu verbrennen. Wahnsinnig viele Gleitschirmflieger gleiten fast lautlos vor, hinter und über uns, was ein traumhaftes Bild ergibt. Ich kann nicht sagen, wann ich das letzte mal so eine Glückseelig- und Friedlichkeit empfunden habe. Ich fühle mich endlich mal wieder frei und das Kind in mir und auch Michael kommt zum Vorschein.

Zum Abendessen genießen wir den Ausblick bei einem Glas Wein und gehen dann noch auf das Plateau des Platzes, lassen den wunderschönen Tag zu Ende gehen und sitzen noch bis Mitternacht mit unseren sehr netten Nachbarn aus Berlin (Frank und Sandra und im Bett ihre drei süssen Mädels) bei uns auf 1-2 Gläschen.

Am nächsten Morgen reisen Frank und Sandra ab, aber wir kommen sehr nett mit Thomas und Gabi ins Gespräch, die eigentlich gerade am Zusammenpacken sind, sich dann aber doch entscheiden, noch einen Tag zu bleiben. Dies belohnen wir natürlich gleich mit einer Einladung zum abendlichen grünem Thaicurry, was ich mir vorgenommen hatte zu kochen.

Ansonsten ist es heute etwas trüber und später setzt dann auch Regen ein,was uns nicht daran hindert, unten an das andere Ende der Düne zu gehen, dort hinauf (dies ist die steile Seite) und auf der Düne zurück zu unserem Campingplatz zu wandern. Auch das hat was und wir geniessen die Ruhe.

Das Wetter klarte auf und wir konnten den Abend mit Gabi und Thomas unter freiem Himmel genießen.

Der nächste Tag versprach wieder gutes Wetter und wir machten uns mit unseren Bikes auf den Weg ins 15 km entfernte Arcachon, entlang der wieder sehr gut ausgebauten Radlwege. Leider war es uns nicht vergönnt Arcachon zu besuchen, da eine Biene der Meinung war, sich unter dem Gurt meines Helms zu verfangen, sticht mich in den Hals, was ansich nicht so schlimm gewesen wäre, hätte ich nicht vor Schreck mit beiden Armen wie wild rumgewedelt und ich stieg, sagen wir mal, unsanft vom Fahrrad ab. Da wir mit unserem Blog etwas hinterher hängen, kann ich jetzt sagen, dass es ca. 5/6 Wochen dauerte, bis auch der letzte Bluterguss verschwunden war. So ein Mist, aber ansonsten alles heil 🙂

Leider ist mit mir an diesem Tag und auch am nächsten nicht viel anzufangen, da meine Beine doch recht bunt und geschwollen sind und mir bleibt nur übrig, mich von Micha verwöhnen zu lassen (z. B. mit Bratkartoffeln und Spiegelei – wer es nicht weiss, ich liebe es).

Wir haben noch neue ganz liebe Nachbarn aus Baden Baden bekommen, mit denen wir auch noch ganz nett plaudern, bevor wir uns am 18.06.2018 dann auf den Weg nach La Rochelle machen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Micha auch mal bedanken, dass er mich an diesen wundervollen Ort gebracht hat. Diese Düne muss man einfach nicht nur gesehen sonder erlebt haben.

2 Gedanken zu „Dune du Pyla 14.-18.06.2018

  1. Tolle Bilder, tolle Akrobatik.
    Ja, vive la France, unser Herzensland.
    Weiterhin eine gute Zeit und genug Bücher!
    Lena und Stefan
    („zwischen 32 und 34 alles im grünen Bereich“)

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